Bei den 126. Deutschen Meisterschaften der Aktiven vom 24. bis 26. Juli im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid war der TSV 1885 Friedberg-Fauerbach mit fünf Aktiven im stärksten Teilnehmerfeld der Saison vertreten – in den Sprintdisziplinen und über 800 Meter.
Für TSV-Vorstand Leistungssport Lars Hieronymi standen die Titelkämpfe unter keinem guten Stern: Zwei Wochen lang hatten ihn Rückenschmerzen am Training gehindert, am Donnerstag vor der DM brachte eine MRT-Untersuchung schließlich Entwarnung – eine ernsthafte Verletzung lag nicht vor. So konnte Hieronymi überhaupt an den Start gehen und tatsächlich schmerzfrei laufen. Über die 100 Meter stoppte die Uhr bei 10,74 Sekunden (Platz 27), über die 200 Meter bei 21,60 Sekunden (Platz 13). „Unter diesen Umständen bin ich mit den Leistungen zufrieden, auch wenn ich mir meinen Saisonhöhepunkt etwas anders vorgestellt hatte“, ordnete Hieronymi seine Auftritte ein.
In der 4×100-Meter-Staffel bekam das TSV-Quartett Hermann Schulz, Philip Stahl, Lars Hieronymi und Nils Keßler die enorme Leistungsdichte zu spüren. In 41,05 Sekunden belegten die Kreisstädter Rang 13 – in einem außergewöhnlich starken Feld, in dem gleich sieben Staffeln unter 40 Sekunden blieben. An die eigene Bestzeit von den Titelkämpfen in Wetzlar (40,67 Sekunden) kam das Quartett diesmal nicht ganz heran; erhofft hatte man sich etwas mehr.
Ein besonderes Erlebnis war der Start für die junge Amelie Tortell (Jahrgang 2008). Über die 800 Meter blieb die U20-Läuferin in 2:12,67 Minuten (Platz 29) zwar hinter ihrer Bestzeit von 2:08,05 Minuten zurück, doch der Auftritt auf der größten nationalen Bühne war nach einer durchwachsenen Saison, in der auch die Jugendmeisterschaften nicht nach Wunsch verlaufen waren, vor allem eines: wertvolle Erfahrung. Auf ihren Start im Feld der deutschen Elite kann die Nachwuchsläuferin zu Recht stolz sein.
So bleibt nach der DM eine gemischte Bilanz – überlagert aber vom Stolz, bei einer Deutschen Meisterschaft dabei gewesen zu sein, und von der Gewissheit, unter besseren Vorzeichen mehr möglich zu machen.

